Der Bau der Ortsumgehung von Sommerau geht in die finale Phase: Nach der Winterpause wurden die Arbeiten auf Feuchtwangens aktuell größter Baustelle jetzt wieder aufgenommen. Dafür wird die Staatsstraße 1066 von kommendem Montag, 31. März, bis voraussichtlich Mitte Juli im betroffenen Bereich komplett gesperrt.
Zum Hintergrund heißt es in einer Pressemitteilung aus dem Rathaus, dass derzeit noch die vorbereitenden Maßnahmen für die Anbindung der neuen Trasse an den Rehau-Kreisverkehr sowie gegenüberliegend an die Staatsstraße 1066 im Bereich des bewaldeten Hügels namens Dengert umgesetzt werden. Danach sei es nötig, die Staatsstraße vom Rehau-Kreisel bis zur Höhe der Spielbank ab Montag vollständig zu sperren. Denn da erfolge die Anbindung der neuen Ortsumfahrung. Zugleich erneuere das Staatliche Bauamt den Oberbau des Kreisverkehrs sowie des Straßenabschnitts zwischen dem Dengert und der Einfahrt „Am Casino“.
Um die Einschränkungen für den Verkehr möglichst gering zu halten, werde bereits im Vorfeld der Sperrung eine Notzufahrt von der Daimlerstraße zum Rehau-Parkplatz für das Personal sowie für den Lieferverkehr zu dem Werk eingerichtet. Zudem sei die Sanierung des Kreisverkehrs so geplant, dass dieser während laufender Arbeiten abschnittsweise wieder freigegeben werden könne.
„Dadurch soll die wichtige Verbindung von der Feuchtwanger Westtangente über die Daimlerstraße auf die Bundesstraße 25 für den Durchgangsverkehr schnellstmöglich wieder befahrbar sein“, wird Bürgermeister Patrick Ruh in der Mitteilung zitiert. Während der Sperrung sei Sommerau ausschließlich über den Ortsteil Esbach erreichbar. Die dort geltende Tonnagebegrenzung werde dazu außer Kraft gesetzt.
Der Fern- und Lkw-Verkehr werde in dieser Zeit weiträumig über die Autobahnen A6 und A7 umgeleitet. Indes solle der örtliche Verkehr ab dem Kreisverkehr an der Bundesstraße 25 in Feuchtwangen weiter nach Zumhaus, Bergnerzell, Unterampfrach und Haundorf zu den Auffahrten an der A7 jeweils in beiden Richtungen fließen. Eine weitere Umleitung werde in beide Richtungen von Hilpertsweiler über Seiderzell, Kühnhardt, Larrieden, Schopfloch und die Bundesstraße 25 nach Feuchtwangen eingerichtet.
Mit Blick auf die neue Ortsumfahrung von Sommerau würdigte Bürgermeister Ruh die „großartigen Fortschritte“, wie es in der Pressemitteilung weiter heißt. Der Bau der neuen Umgehung sei „wahnsinnig schnell vorangeschritten“ und stehe nun vor einem baldigen Abschluss.
Neben der Anbindung an die bestehende Staatsstraße und den Kreisverkehr müssten lediglich noch die obersten Asphaltschichten aufgetragen werden, informiert Tiefbauamtsleiter Jörg Körner. Anschließend folge die Ausstattung der neuen Straße mit Schutzplanken, Fahrbahnmarkierungen und Beschilderungen. „Dazu können bereits in den kommenden Wochen die ersten Bepflanzungsmaßnahmen beginnen.“
Nach der Verkehrsfreigabe der neuen Trasse im Sommer starte abschließend der Rückbau der bisherigen Straßenführung. Bereits asphaltiert sei derweil schon die neue Radwegeverbindung durch den Dengert. Diese schließe an den bestehenden Feldweg in Richtung Reichenbach an und bringe damit einen wichtigen Lückenschluss im Feuchtwanger Radwegenetz. Dazu ergänzte Rathauschef Ruh, dass im Bereich des Feldweges im Laufe des Jahres noch Leitungsarbeiten vorgesehen seien. „Im Anschluss daran wollen wir den Schotterweg ebenfalls noch mit einer Bitumen- und Splittschicht festigen, um diesen mit einer ebenen Oberfläche vor allem für Radfahrer besser befahrbar zu machen.“
Er fiebere schon jetzt dem Abschluss des Projekts entgegen, so Ruh: „Die neue Ortsumfahrung bringt endlich eine spürbare Entlastung für Sommerau und verbessert gleichzeitig die Verkehrsanbindung Feuchtwangens.“